Für Dich zuletzt aktualisiert am: 03.05.2021

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Was versteht man unter Pareto  Optimalität?

Ein ausführlicher Ratgeber für Anfänger & für Wissbegierige

Was versteht man unter Pareto Optimalität

Mit der heutigen Frage begeben wir uns in die Welt der VWL (Volkswirtschaftslehre). 

Die VWL ist eine Wirtschaftswissenschaft, die sich mit dem menschlichen Handeln im Zusammenhang mit ökonomischen Bedingungen beschäftig. Sie geht dabei besonders der Frage nach, welches menschliche Handeln den größtmöglichen Nutzen für jeden Einzelnen oder die gesamte Gemeinschaft bringen kann.  

Aber auch die Erzeugung und Verteilung von wichtigen Gütern in unserer Gesellschaft ist ein Teilgebiet der VWL. Die Pareto-Optimalität kommt bei letzterem ins Spiel. Sie beschreibt den bestmöglichen Zustand der Güterverteilung. Nun aber alles Schritt für Schritt. Wir möchten dich hier nicht überrumpeln, sondern weiterbilden. Lass uns beginnen. 

 Das Wichtigste zuerst: 

Was versteht man unter Pareto Optimalität? - Eine Definition

Grundsätzlich beschreibt die Pareto-Optimalität einen Zustand, der dann pareto-optimal ist, wenn er sich für einen weiteren Menschen nicht mehr weiter verbessern lässt, ohne dass ein anderer Mensch dadurch benachteiligt wird. Man sagt dazu auch Pareto-Optimum, was den bestmöglichen Zustand beschreibt. 

Tatsächlich gibt es auch den Fall, dass ein Zustand nicht Pareto-effizient ist und man eine Pareto-Verbesserung erstreben kann, indem man ein Tauschgeschäft vollbringt. Aber die Pareto Verbesserung ist wieder eine andere Geschichte. 

Das Pareto-Prinzip wurde jedenfalls nach dem italienischen Wirtschaftsökonomen und Soziologen Vilfredo Pareto benannt, der von 1848 bis 1923 unsere Erde mit seinem Wissen bereicherte. Doch Vilfredo Pareto fand dabei auch heraus, dass die Verteilung des italienischen Volksvermögens gar nicht so pareto-optimal erfolgte, sondern etwa 80 Prozent des gesamten Vermögens bei lediglich 20 Prozent aller italienischen Familien konzentriert war. 

Daraus zog er die Schlussfolgerung, dass die italienischen Banken, die dieses Vermögen verwalteten, sich vorzugsweise um die 20 Prozent Reichen kümmern müssten, denn damit könnten sie erheblich effizienter Arbeit und Profit ausschlagen. Zwar wurde das von den restlichen 80 Prozent der Italiener nicht sehr gut gehießen, doch darauf werden wir heute nicht eingehen. 

Beschäftigen wir uns lieber mit dem Potential, den Vilfredo Pareto bei den 20 Prozent sah. 

Ein Beispiel

Zu Beginn und vor allem als totaler Laie kannst du dir wahrscheinlich bislang wenig darunter vorstellen, was dir die Pareto-Optimalität sagen will. 

Lass es mich dir deshalb anhand von einigen einfachen Beispielen erklären. Vorher aber nochmal für dein Verständnis: 

Das Pareto-Prinzip besagt, dass du allein mit 20 Prozent Aufwand bereits 80 Prozent deiner gesamten Ergebnisse erreichen kannst. 

Nun folgen die Pareto Prinzip Beispiele:

So wird zum Beispiel in zahlreichen Unternehmen 80 Prozent des erwirtschafteten Umsatzes allein durch 20 Prozent der Kunden bzw. Produkte gemacht. 

Oder gegenteilig passt folgendes Beispiel:

In Lagerhallen werden ganze 80 Prozent des verfügbaren Lagervolumens durch lediglich 20 Prozent der Produkte eingenommen. 

Oder Fläche eines Landes:

Auf die Fläche eines Landes bezogen leben zum Beispiel 80 Prozent der ganzen Einwohner geballt auf der Fläche von 20 Prozent des ganzen Landes. 

Noch weitere Pareto Prinzip Beispiele? Na gut.

Kinder spielen zu 80 Prozent ihrer Zeit häufig nur mit 20 Prozent ihres verfügbaren Spielzeugs. 

Deine Kleidung:

Und du trägst vermutlich zu 80 Prozent im Alltag nur 20 Prozent von dem, was dein Kleiderschrank hergibt. Verstanden? Gut, dann geht's nun weiter 

Los Gehts

Der erste Schritt ist getan, um dir die Pareto-Optimalität näher zu bringen. Doch hinter diesem Begriff steckt noch etwas mehr als das, was ich dir bisher gezeigt habe. 

Damit wir dein bisheriges Bild davon erweitern können, ist es nun für mich an der Zeit, dich noch ein Stück mehr in das Thema einzuführen, damit du die Pareto-Optimalität umfänglich verstehen kannst. Let's go!

Du willst wissen was Pareto-Prinzip ist?

Dann auf geht´s... !

Heute zeige ich dir also konkret, was es mit dem Pareto-Optimum, der Pareto-Effizienz, dem Pareto-Effekt, oder wie man dieses Phänomen sonst noch nennen mag, auf sich hat. Auch wenn du bisher noch rein gar nichts davon gehört hast, wirst du danach den vollen Durchblick haben.

Auch wenn du bisher noch rein gar nichts davon gehört hast, wirst du danach den vollen Durchblick haben. Ich erinnere mich heute noch zu gut daran, wie ich in meiner ersten VWL-Vorlesung mit dem Pareto-Effekt konfrontiert wurde und ich nur Bahnhof verstand. Doch, wissbegierig wie ich bin, wollte ich schon damals unbedingt mehr wissen. Und ich schätze, dir geht es nun genauso. 

Irgendwie ist der Pareto-Begriff ja auch etwas mysteriös und verleitet geradezu zum Weiterlesen. Darum gebe ich dir heute in diesem Ratgeber die Möglichkeit, alles Wichtige zum Thema Pareto-Effekt nachzulesen, was du dafür wissen musst. Dich erwartet hier kein unnötiger Kram, sondern lediglich wertvoller Inhalt, der dich weiterbringt.

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Das sind die konkreten  Schritte:

Jedes neue, unbekannte Thema sollte man sich Schritt für Schritt anschauen und verständlich machen, damit man es auch wirklich nachvollziehen kann. Darum erkläre auch ich dir nun das heutige Thema anhand von konkreten Schritten. 

Diese detaillierte Vorgehensweise wird sehr vorteilhaft für dein späteres Verständnis sein. Das Pareto-Prinzip wird dich und dein Zeitmanagement vorantreiben. 

Wer viel zu tun hat und an Zeitmangel leidet, der ist gezwungen, Prioritäten zu setzen. Dabei passiert es jedoch immer wieder, dass du dich den eher unwichtigen und somit falschen Aufgaben widmest. Ein Pareto-Kriterium ist deshalb die Priorität

Dazu stellst du dir erst einmal die Frage, was bedeutet Priorität?  

Bei einer Priorität handelt es sich um etwas Vorrangiges. In deinem Fall um eine Aufgabe, die vorrangig abzuarbeiten ist. Um Pareto-effizient arbeiten zu können und die richtigen Prioritäten zu setzen, gehst du dann wie folgt vor: 

Pareto Prinzip die Liste - Vorbereitung:


 Identifiziere deine Aufgaben


Du kannst dir das Pareto-Prinzip* erst zu Nutzen machen, wenn du herausfindest, welche Aufgabe für dich wirklich wichtig ist.

Bereits beim Beantworten dieser Fragen sollte sich dir offenbaren, welche Aufgaben wirklich notwendig und welche eher wenig gewinnbringend für dich sind. 


Komprimiere deinen  Arbeitseinsatz 


Was versteht man unter Pareto Optimalität

Wusstest Du schon?

 , dass du statt einer To-Do-Liste auch eine Not-To-Do-Liste führen kannst? 

Auf diese Liste kommen, wie der Name schon sagt, alle Aufgaben, die du NICHT tun solltest, weil sie dir viel zu viel Zeit rauben. Das hilft dir, dich auf die wirklich wichtigen Aufgaben zu konzentrieren. 

Du kannst nicht auf allen Hochzeiten tanzen und genauso wenig an allen Fronten kämpfen. Wenn du also noch immer nach dem Glaubenssatz "Viel hilft Viel" handelst, dann werde ich dich spätestens jetzt enttäuschen, dass dieser Ansatz grottenfalsch ist. Stattdessen solltest du den Aufwand, den du für die Erledigung deiner Aufgaben erbringst, gezielt und komprimiert einsetzen. Arbeite dich von einer wichtigen Aufgabe zu nächsten. Erledige nicht alles auf einmal!


Akzeptiere deinen Imperfektionismus


Wir haben nicht alle Zeit der Welt und können deshalb nur begrenzt arbeiten. Das müssen wir alle akzeptieren, auch du. 

Du musst dich damit abfinden, dass deine Ressourcen, die dir zur Aufgabenerledigung zur Verfügung stehen, nur in einem begrenzten Maß verfügbar sind. 

Stelle dir deshalb nicht die Frage, wie du deine Ressourcen erweitern kannst (denn die Zeit lässt sich bekanntlich nicht anhalten und auch nicht herzaubern), sondern frage dich, was du stattdessen alles im Rahmen deiner Ressourcen erledigen könntest. 

Wusstest Du schon?

...,dass dir die Eisenhower-Matrix bei der Anwendung des Pareto-Prinzips eine große Hilfe sein kann? Damit findest du nämlich sehr schnell heraus, welche deiner Aufgaben zu den wichtigen 20 % gehören und welche eher in die Kategorie 80 % einzuordnen sind.

Hierfür lohnt es sich, deine eigenen Erwartungen an dich selbst etwas herunterzuschrauben. Es ist alles eine Sache der Einstellung! 


Aber Achtung:


das Pareto-Prinzip* erfährt leider viel Kritik, weil es entweder falsch verstanden oder falsch angewendet wird. 

Das führt dann natürlich dazu, dass der eigentliche Nutzen, der hinter dieser Pareto-Effizienz steckt, vollkommen verloren geht oder unwiderruflichen Schaden anrichtet. Denn verlorengegangene Produktivität lässt sich nur mühsam wieder einholen. 

Darum mach dir bitte folgendes klar: 

Verwechsle nicht deinen Einsatz mit dem Ertrag!
Der 20 prozentige Einsatz ist nicht das Gegenstück vom 80 prozentigen Ertrag, wie man es sich klassischerweise in einem Kuchendiagramm vorstellen würde. Ganz und Gar nicht! Die Pareto Effizienz besagt lediglich, dass du mit nur 20 Prozent Einsatz etwa 80 Prozent Ertrag erreichen kannst.

Was versteht man unter Pareto Optimalität

Ignoriere nicht die anderen 80 Prozent deines Einsatzes!
Nur weil du 20 Prozent deiner Aufgaben erledigst und dafür mit einer Menge Ertrag belohnt wirst, heißt das nicht, dass du die anderen 80 Prozent deiner Aufgaben völlig links liegen lassen darfst. Auch weniger relevante Aufgaben haben ihren Sinn und Zweck und müssen erledigt werden. Stell dir vor, eine Reinigungskraft würde zwar die Toiletten putzen, aber nicht das Klopapier auffüllen, weil sie dies nicht zu ihrem 20 Prozent-Einsatz zählt. Dann hättest du beim nächsten Toilettengang ein ganz schön großes Problem, nicht wahr?

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Fazit

Mein Artikel hat mal wieder für ordentlich Input gesorgt, den es nun erst einmal zu verdauen gilt. Immerhin bist du jetzt aber optimal auf das Pareto-Prinzip vorbereitet und weißt, wie du pareto effizient arbeiten kannst. 

Wichtig ist, dass du dir vor Augen hältst, dass die Priorität deiner Aufgaben ein ausschlaggebendes Pareto Kriterium ist. Nur, wenn du deine Aufgaben richtig zu priorisieren weißt, wird es dir gelingen, mit 20 Prozent Einsatz einen Ertrag von 80 Prozent zu erreichen. 

Vergiss auch nicht, dass du dich auf dieser Win-Win-Situation nicht ausruhen darfst, sondern auch deinen restlichen 80 Prozent Aufgaben etwas Aufmerksamkeit widmen solltest. Somit vermeidest du den klassischen Fehler, den viele Menschen tun - und die deshalb am Pareto-Prinzip gnadenlos scheitern. Bei mir hast du nun jedenfalls eine ausführliche Quelle gefunden, die dich mit allen relevanten Informationen zum Thema Pareto Prinzip aufklärt. 

Solltest der Input für dich interessant gewesen sein, das freut uns sehr, weil es noch nicht alles war. Du kannst auf unseren Blog auch nachlesen was es bedeutet Selbstbestimmt zu handeln*.

Bevor du dies nun selbst für dich anwendest oder deinen Freunden davon erzählst, würde ich mich unglaublich freuen, wenn du uns einen Kommentar da lässt und uns an deinen Gedanken zum heutigen Thema teilhaben lässt. Darauf freuen wir uns immer besonders arg!

Haben wir geholfen

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Quellenangabe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaftslehre

https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20401/pareto-optimum

https://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip

FAQ:

Kann ich das Pareto-Prinzip nur beim Arbeiten oder auch im Alltag anwenden?

Das Pareto-Prinzip lässt sich immer und überall anwenden, auch im Alltag. Denn vor allem im Alltag gibt es zahlreiche Situationen, die du schnell, aber dafür nicht perfekt meistern musst.

Was mache ich, wenn es mir nicht gelingt, meine Aufgaben richtig zu priorisieren?

Üben, üben, üben. Dafür gibt es keinen Zaubertrick und auch sonst kein Wundermittel. Du kannst nur besser werden, wenn du dich ständig daran versuchst. Gib nicht auf, denn es wird sich für dich wirklich lohnen. 


Damian
Damian

Hey Du Zeit Gewinner! Schön, dass du hierhin gefunden hast. Mein Anliegen ist es dir ein paar Impulse zu geben, wie du mehr Zeit in deinen Leben gewinnst und durch die Neuausrichtung glücklicher wirst. Lass uns den wundervollen Weg gemeinsam gehen!

Was denkst du darüber? Schreib es uns in die Kommentare!

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